Herkunft & Terroir
Der Ätna im Osten Siziliens ist kein einheitliches Weinbaugebiet, sondern setzt sich aus zahlreichen Höhenlagen, Expositionen und alten Lavaflüssen zusammen. Vulkanische Asche, Bimsstein, Basalt und Sand wechseln je nach Contrada und Alter des Bodens. Diese kargen, durchlässigen Untergründe begrenzen die Wuchskraft der Reben und geben den Weinen häufig eine feste, salzige und rauchig-steinige Kontur.
Die Höhenlage sorgt für deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Dazu kommen der Einfluss des Ionischen Meeres, wechselnde Winde und je nach Seite des Vulkans sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen. Auf der östlichen und südöstlichen Seite ist Carricante besonders verbreitet; die weiße Rebsorte bewahrt auch in sonnigen Jahren eine markante Säure und entwickelt Aromen von Zitrus, Kräutern, Apfel und Mandel.
Viele Weinberge werden in kleinen Terrassen und im traditionellen Alberello-System bewirtschaftet. Die niedrigen, einzeln stehenden Reben sind gut an Wind, Trockenheit und unebenes Gelände angepasst, verlangen aber viel Handarbeit. Etna-Weine wirken deshalb selten nur mediterran-reif: Höhe und vulkanischer Boden bringen Frische, Spannung und einen klaren Herkunftscharakter, der sich mit Luft und Flaschenreife weiter entfalten kann.
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