Herkunft & Terroir
Das Burgund erstreckt sich über eine langgezogene Folge unterschiedlicher Weinbauzonen. Statt eines einheitlichen Terroirs findet man hier ein fein gegliedertes Mosaik aus Hängen, Ausrichtungen, Höhenlagen und Bodentypen. Diese einzelnen Herkünfte werden als Climats und Lieux-dits bezeichnet und bilden die Grundlage des burgundischen Verständnisses von Wein.
Geologisch dominieren Kalkstein, Mergel und Ton, entstanden aus Ablagerungen eines früheren Meeres. Je nach Anteil und Beschaffenheit bringen diese Böden Frische, Textur oder eine deutlich steinige Kontur in die Weine. Das gemäßigte Klima steht unter kontinentalen, atlantischen und im Süden auch mediterranen Einflüssen. Hanglagen verbessern die Sonneneinstrahlung und den Wasserabzug, gleichzeitig können Jahrgang und Herkunft spürbare Unterschiede erzeugen.
Crémant de Bourgogne wird in mehreren Teilen der Region erzeugt. Chardonnay und Pinot Noir bilden häufig die Basis, ergänzt durch traditionelle Sorten wie Gamay oder Aligoté. Die Vielfalt der Herkünfte erlaubt Cuvées, die Frucht, Säure und Struktur verbinden. Typisch ist weniger ein lauter Charakter als ein Zusammenspiel aus feiner Perlage, heller Frucht, kalkiger Frische und ruhiger Textur.
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